Noch ein Kommentar…

28. November 2011 22:42Aufführung „Die lustige Witwe“ am 27.11.11, 15.00 Uhr:  Vorstellung in der Pause verlassen!

Die Herren Lehár, Léon, Stein und sogar Götz Friedrich würden angesichts des geschwätzigen, egomanen Psychopathen Njegus alias J. R. W. allesamt im Grab rotieren.
Schade für das Mainfrankentheater, das schon so oft um seine Existenz bangen mußte.
Welcher Leuchtturm dagegen „L’Africaine“. Alfred Karl

*       *       *

Lieber Herr Karl,
vielen Dank für ihren Kommentar. Ich finde es schön, dass Sie sich um die Zukunft des Mainfrankentheaters sorgen. Und ich bewundere ihre Kenntnisse auf dem Gebiet der Parapsychologie. Aber ich habe dann doch einmal selber in Wien, Bad Ischl und Berlin recherchiert, ob am 27. irgendwelche ungewöhnlichen Vorkommnisse auf den Friedhöfen stattfanden. Es war mucksmäuschenstill. Kein Rotieren, nicht einmal ein erbostes Knochengeklapper. Also was haben Sie wirklich gehört? Und warum sind Sie in der Pause gegangen? Es hat Ihnen nicht gefallen. Aber was genau hat ihnen nicht gefallen? Und warum die Anrufung der Toten? Wenn einem die Inszenierung misfällt, genießt man die Musik und schließt die Augen. So mache ich das zumindest. Wenn dann auch noch schlecht musiziert wird und man etwas besseres zu tun hat, sollte man gehen. Aber die Aufführung am Sonntag war musikalisch hervorragend und nur ein Ignorant würde vor den Highlights des 2. Teils gehen. Ich bin mir sicher, dass Sie kein solcher sind. Also: Was war los? Etwas Persönliches? Privater Ärger? Vielleicht sollten Sie sich irgendwann einmal mit guter Laune den 2. Teil anschauen. Dann verstehen Sie vielleicht auch warum niemand in seinem Sarg rotierte, sondern im Gegenteil die Toten sich über lebendiges Theater freuen. Ich verspreche Ihnen dann auch Rede und Antwort zu stehen. Oder  Sie kommen einfach zu der folgenden Veranstaltung: Am 5. Dezember 2011 um 19.30 Uhr gibt es im Oberen Foyer eine Gesprächsrunde mit Publikum und Theaterschaffenden.

Intendant Hermann Schneider, Ballettdirektorin Anna Vita, Generalmusikdirektor Enrico Calesso, Schauspieldirektor Bernhard Stengele sowie die Regisseure Deborah Epstein („Kein schöner Land! Ein Heimatabend“) und Jürgen R. Weber („Die lustige Witwe“) laden herzlich zu dieser Gesprächsrunde und freuen sich auf Ihr Kommen.

Dort können Sie dann ihre Bedenken artikulieren. Liebe Grüße aus Chemnitz. Ihr geschwätziger, egomaner Psychopath: Njegus


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Über Jürgen R. Weber

Jürgen R. Weber wurde in Hamburg geboren und wollte in jungen Jahren Heldentenor werden. Da er aber Bariton und zudem sängerisch unglaublich unbegabt war, studierte er bei Götz Friedrich Musiktheater-Regie. Nachdem er das Studium mit einer etwas exzentrischen, eigenen Fassung von “Die lustige Witwe” abgeschlossen hatte, komponierte er Musik für Werbefilme (”Tesakrepp Fensterdicht”). Für eine freie Gruppe schrieb und inszenierte er die Biopera “Die Rose des Himmels” über das Leben von Claudio Monteverdi. Dann wandte er sich dem Fernsehen zu um dort keine Opern sondern Seifenopern wie “GZSZ” und “Sturm der Liebe” zu spielleitern. Verschiedenen Arztserien diente er als Regisseur und Autor und auch das Serienentwickeln, (”Verliebt in Berlin”), konnte er nicht lassen. Daneben frönte er auch dem pädagogischen Eros und war u.a. Dozent für Regie an der Universität der Künste Berlin. Nach verschiedenen Kinderserien (”Die Graslöwen”, “Siebenstein”, “Löwenzahn reloaded”) zog es ihn schließlich wieder unbarmherzig zum Musiktheater und er inszenierte in Erfurt “Die Leiche im Sack”, in Leipzig “Der Graf von Luxemburg” und in Chemnitz die „Rose vom Liebesgarten“.Er inszenierte „Robin Hood“ in Erfurt „Die Lustige Witwe“ in Würzburg und „Swanhunter“ in Chemnitz. 2013 übernahm er bei der erfolgreichen Uraufführung von "MOLLY EYRE", von Tamsin Kate Walker die Regie und Ausstattung. Er arbeitet an der Musik und dem Libretto der Musicals "OKTOBERFEST" und "4Groschenoper". Außerdem schreibt und komponiert er regelmäßig für seine Zombie-Oper "WTF or a male feminists rape fantasy", vom dem Teile im September 2012 im Ballhaus Rixdorf in Berlin aufgeführt wurden. Bei der Inszenierung von DER TRAUM EIN LEBEN 2014 an der Oper Bonn war er nicht für die Regie verantwortlich, sondern übernahm auch die Rolle des "Mannes vom Felsen". Danach inszenierte er dort DIE WINTERREISE und HOLOFERNES. In Oldenburg inszenierte er HERCULES. Dabei übernahm Jürgen auch Bühnenbild und Kostüme. 2017 inszeniert er bei den Domstufenfestspielen Erfurt IL TROVATORE von Giuseppe Verdi. 2018 wird er die von ihm und Charles Hart geschriebene Oper MARX IN LONDON in Bonn inszenieren.
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